Wenn Batterien oder Akkus keinen Strom mehr liefern, wird es Zeit für einen Tausch. Batterien gehören jedoch unter keinen Umständen in den Hausmüll! Wie und wo sie Batterien und Akkus richtig entsorgen, erfahren Sie hier.

Batterien in Berlin entsorgen

verschiedene Sorten von BatterienEs ist zwar bequem, aber leider nicht korrekt: Die unbrauchbar gewordenen Altbatterien im Hausmüll zu entsorgen. Viele haushaltsübliche Batterien und Akkus enthalten Schwermetalle, die bei unsachgemäßer Handhabung die Umwelt belasten.

Deshalb wurde das "Gemeinsame Rücknahmesystem für Batterien" ins Leben gerufen. Diese dem Stiftungsrecht unterliegende Stelle sammelt im Auftrag der Batteriehersteller alte und unbrauchbar gewordene Batterien und führt diese zu den Herstellern zurück. Sie finden in jedem Geschäft, in dem Batterien verkauft werden, die Sammelbehälter der GRS. Die Händler sind per Gesetz verpflichtet, Altbatterien zurückzunehmen.

Bei der Batterieentsorgung wird zwischen drei verschiedenen Typen unterschieden:

  • herkömmliche Batterien: Die üblichen Haushaltsbatterien in verschiedenen Größen (AA, AAA, Mignon usw.), unabhängig von der Art der Batterie. Diese Batterien kommen in kleinen batteriebetriebenen Geräten wie MP3-Player, Wecker und Wanduhr vor.
  • Hochenergiebatterien: Leistungsstarke wiederaufladbare Batterien, die auf Lithium oder Nickel basieren. Diese Batterien müssen gesondert gesammelt werden. Der Fachhandel verfügt über gelbe Sammelboxen, in denen Hochenergiebatterien entsorgt werden können.
  • defekte Hochenergiebatterien: Ist eine Hochenergiebatterie defekt, muss sie besonders vorsichtig behandelt werden. Es gelten zudem schärfere Transportvorschriften.

Die Berliner Recyclinghöfe nehmen Haushaltsbatterien an allen Standorten an. Bis 20 Kilogramm ist die Entsorgung kostenlos. Für Hochenergiebatterien sind die Recyclinghöfe mit Schadstoffsammelstelle zuständig. Größere Lithiumbatterien (ab 500 Gramm) können nur an der Sammelstelle in Neukölln abgegeben werden. Die Standorte der Berliner Recyclinghöfe finden Sie auf der Seite der Berliner Stadtreinigung.

Nachhaltige Batterienutzung

Obwohl sich die meisten Bestandteile von Batterien wiederverwenden lassen, schonen Sie die Umwelt mit der Vermeidung von Abfall. Nutzen Sie deshalb für Geräte, die nicht bewegt werden müssen (bspw. Radio), die Stromversorgung.

Für die meisten Batterieformate existieren wiederaufladbare Lösungen. Somit können Sie Ihre batteriebetriebenen Geräte nachhaltiger betreiben. Zudem amortisiert sich der Anschaffungspreis für wiederaufladbare Batterien durch die Lebensdauer bereits nach ca. 5 Aufladungen.

In Batterien enthaltene Rohstoffe

Das Grundprinzip der Batterie ist die galvanische Funktion: Die Umwandlung von chemischer in elektrische Energie. Dabei finden Redoxreaktionen statt: Ionen fließen von der Kathode zur Anode. Für diese galvanische Reaktion werden verschiedene Metalle verwendet, wobei die Kathode aus edlerem Metall besteht. In heutigen Batterien und Akkus finden sich oftmals diese Zusammensetzungen:

  • Aluminium-Mangan-Batterien
  • Bleibatterien
  • Lithium-Ionen-Akkus
  • Nickel-Cadmium-Batterien
  • Nickel-Metallhydrid-Akkus
  • Zink-Kohlenstoff-Batterien
  • Zink-Luft-Batterien

Die früher üblichen Quecksilberoxid-Zink-Batterien sind aufgrund der Umweltunverträglichkeit von Quecksilber seit 1992 verboten.

Neben den Metallen der Elektroden enthalten Batterien meist weitere metallische Stoffe. Insbesondere Kupfer spielt eine wichtige Rolle als Ionenbrücke im Inneren der Batterie. Weitere Metalle in Batterien sind Eisen und Kobalt.

Recycling von Batterien

Um die enthaltenen Metalle wiederzuverwenden, werden verschiedene Verfahren angewendet. Abhängig vom Batterietyp werden die Altbatterien in Schmelz- oder Vakuumdestillationsöfen eingesetzt. Wegen der verschiedenen chemischen Eigenschaften der Metalle können die abweichenden Schmelz- und Siedepunkte dazu genutzt werden, um die einzelnen Metalle voneinander abzutrennen.

Schwermetalle wie Blei und Cadmium werden wiederum für die Batterieproduktion verwendet. Nickelhaltige Legierungen finden in der Edelstahlproduktion Anwendung. Andere Rückstände wie Ferromangan werden in Stahlwerken gebraucht.

Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2017 ca. 47% der in Verkehr gebrachten Batterien recycelt (Quelle). Damit erfüllt Deutschland die Vorgaben der EU (sie verlangt 45%) – jedoch besteht bei der Rücknahmequote noch Potenzial.

Weitere Fragen zur Batterieentsorgung

Für weitere Fragen steht Ihnen unser Serviceteam zur Verfügung. Sie erreichen es auf folgenden Wegen:

  • per Telefon: (030) 60 97 20 0, Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • per Fax: (030) 60 97 20 10
  • per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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