Sonstiges
Hundekot entsorgen
Als Hundebesitzer stellt man sich oft die Frage, was der richtige Umgang mit Hundekot ist. Sind Kotbeutel die optimale Lösung? Plastik ist immerhin ein großes Problem in der heutigen Zeit. In vielen Städten gibt es Spender mit Plastikbeuteln. Oft landen diese dann aber einfach gefüllt in der Natur und nicht im Mülleimer.
Hundehaufen in Berlin
Wie in vielen anderen deutschen Städten ist auch in Berlin die Gefahr stellenweise sehr groß, in Hundekacke zu treten. Aus diesem Grund hat die Stadt 2016 ein Gesetz für Hundebesitzer erlassen: Wer beim Gassigehen keine geeigneten Utensilien zur Beseitigung der Hinterlassenschaften dabei hat, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die Verwarnungsgelder können im Wiederholungsfall bis zu 250 Euro betragen! Durch die etwas ungenaue Formulierung bleibt offen, welche Utensilien geeignet sind. Die sicherste Variante ist der klassische Kotbeutel.
Neben den bekannten Plastikbeuteln gibt es mittlerweile auch ökologischere Optionen. Beutel aus recyceltem Plastik sparen Rohstoffe. Außerdem ist der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid bei der Produktion deutlich geringer. Allerdings sind auch diese Kotbeutel nicht biologisch abbaubar und nie komplett recycelt. Eine weitere Option sind Bio-Plastikbeutel. Doch auch die sind nur vermeintlich umweltfreundlicher. Oft sind sie nur industriell kompostierbar. Die verwendeten Rohstoffe sind nicht zwangsläufig nachhaltig, im Gegenzug sind nachhaltige Rohstoffe nicht immer biologisch abbaubar. Am Ende werden die Bio-Beutel daher in der Regel so entsorgt, wie gewöhnliche Tüten aus Plastik.
Eine dritte Option sind Hundekotbeutel aus Papier. Diese haben den Vorteil, dass sie biologisch abbaubar sind. Sind sie aus recyceltem Papier, ist außerdem die Produktion deutlich nachhaltiger. Mittlerweile gibt es verschiedene Anbieter für Papierbeutel. Die Beutel sind sicher und stabil. Es besteht also kaum Gefahr, dass man versehentlich in Hundekacke packt. Beutel aus Papier sind daher die nachhaltigsten Einweg-Entsorgungsutensilien.
Wiederverwendbare Entsorgungsbehälter würden die Umwelt am wenigsten belasten. Leider gibt es bis heute noch keine vernünftige Umsetzung. Und wenn es eine gäbe, würden wohl einige weiter auf Einwegbeutel setzen. Denn Mehrwegbehälter sind mit einem größeren Aufwand verbunden, da sie regelmäßig sauber gemacht werden müssen.
In welchen Müll gehört der Kotbeutel?
Unabhängig davon, aus welchem Material der Beutel ist – Hundekotbeutel gehören ausnahmslos in den Restmüll! Allein in Berlin gibt es über 100.000 Hunde. Da für jedes große Geschäft des Hundes ein neuer Beutel genutzt werden muss, entsteht täglich eine große Menge Restmüll. Auch biologisch abbaubare Tüten dürfen nicht im Biomüll entsorgt werden. Im Hundekot können sich nämlich Krankheitserreger wie Würmer oder Salmonellen befinden. Werden diese kompostiert, können sie direkt auf den Menschen gelangen. Oder sie werden von Pflanzen aufgenommen und über diese auf Menschen oder Tiere übertragen. Das ist auch der Grund, warum man den Kot auch außerhalb von Städten, z. B. im Feld, immer entfernen muss: Parasiten und Co können sonst für andere Tiere und sogar für Menschen gefährlich werden! Da Hunde Fleischfresser sind, übertragen sie viel schneller Krankheiten. Bleibt Hundekot auf der Wiese liegen, besteht die Gefahr, dass er im Futter für Nutztiere landet. Manche Parasiten und Bakterien können sehr lange in Kot überleben. Somit können auch mögliche Krankheiten lange übertragen werden.
Fakt ist daher: Hundekot muss grundsätzlich entsorgt werden. Bei Unklarheiten besteht immer die Möglichkeit, sich zum Beispiel beim Ordnungsamt beraten zu lassen!
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