Haushalt
Kondome entsorgen
Die Mülltrennung ist ein wichtiges Instrument, um die Umwelt zu schonen und den Verbrauch von wertvollen Ressourcen zu senken. In den meistem Fällen ist klar ersichtlich, welcher Abfall für welche Tonne vorgesehen ist. Doch wie sieht es bei benutzten Kondomen aus? Wie Sie die benutzten Verhüterlis ordnungsgemäß entsorgen und worauf es zu achten gilt, zeigt Ihnen der folgende Ratgeber.
Kondom in Berlin entsorgen
Grundsätzlich gehören benutzte Kondome zur Entsorgung in den Restmüll. Vor der Entsorgung sollten Verbraucher das benutzte Präservativ mit einem Knoten verschließen, um ein späteres Auslaufen von Körperflüssigkeiten zu vermeiden. Da diese Verhütungsmittel zu der Kategorie der Hygieneartikel zählen, sind diese nicht für die Entsorgung in der Wertstofftonne vorgesehen. Das Gleiche gilt für die Verpackung, da diese aus nicht recycelbarem Kunststoff besteht. Einige Hersteller werben mit der Produktion von biologisch abbaubaren Verhütungsmitteln. Auch bei diesen Produkten ist eine Kompostierung aufgrund des langen Zersetzungsprozesses nicht zu empfehlen. Zusätzlich besteht in Anbetracht der Inhaltsstoffe eine Gefährdung für die Tier- und Pflanzenwelt.
Alternativen zur Entsorgung
In Zeiten des Klimawandels nimmt die nachhaltige Abfallwirtschaft einen wichtigen Stellenwert ein. Die beste Kernstrategie in diesem Bereich ist die Verminderung des Abfallaufkommens. Auf diese Weise lässt sich die für das Recycling benötigte Energie einsparen und die damit einhergehende Umweltbelastung reduzieren. In diesem Zusammenhang ist der Secondhand-Kauf von gebrauchten Gegenständen sinnvoll, um den Klimaschutz zu begünstigen. Eine empfehlenswerte Anlaufstelle für den Kauf von hochwertigen Gebrauchsgegenständen sind Flohmärkte. Für Kondome sind diese Optionen selbstverständlich nicht gegeben.
Welche Rohstoffe sind im Kondom enthalten?
Was für eine Materialzusammensetzung bei diesen Verhütungsmitteln zum Einsatz kommt, ist vom jeweiligen Produkt abhängig. Die meisten Kondome sind aus Kautschuk gefertigt. Dabei handelt es sich um Naturkautschuklatex, das zunächst aus einer milchigen Flüssigkeit besteht und in der Rinde von tropischen Kautschukbäumen zu finden ist. Darüber hinaus gibt es Gummis, deren Produktion auf einem synthetischen Herstellungsprozess durch Polymerisation basiert. Für Allergiker bietet der Markt latexfreie Varianten. Diese sind überwiegend aus Polyurethan (PUR) oder Polyisopren (PI) gefertigt. Das Recycling ist aufgrund der Inhaltsstoffe nicht möglich, wodurch die gebrauchten Verhütungsmittel ein Fall für den Restmüll sind. Im Anschluss erfolgt die Verbrennung im Rahmen einer Müllverbrennungsanlage.
Welche Schadstoffe sind in Kondomen enthalten?
Einer der häufigsten Schadstoffe sind Nitrosamine. Dies ist eine organische chemische Verbindung, die im Zuge der Latexproduktion entsteht. Bei häufigem Kontakt weist dieser Inhaltsstoff krebserregende Eigenschaften auf. Zudem sind die meisten Kondome mit Silikonöl beschichtet, welches als Gleitmittel fungiert und ein angenehmes Einführen gewährleistet. An dieser Stelle sind Gleitgele auf Wasserbasis keine Option, da die Feuchtigkeit nach wenigen Monaten durch die Verpackung diffundiert. Da das Recycling von Silikon lediglich im Rahmen des Downcyclings möglich ist, sind Stoffe dieser Art für die Müllverbrennungsanlage vorgesehen. Beim Downcycling erfolgt die Zerlegung von Abfallprodukten in ihre Grundbestandteile. Anschließend findet die Herstellung eines qualitativ schlechten Endproduktes statt. Ein weiterer Bestandteil ist Spermizid. Dieser Inhaltsstoff ist für die Abtötung von Spermien vorgesehen, um das Risiko für eine Befruchtung zu minimieren. Produkte aus Naturkautschuk enthalten allergieauslösende Latexproteine. Außerdem können je nach Hersteller Spuren von Zinkoxid und hydrierter Kieselsäure enthalten sein.
Häufig gestellte Fragen
Ist eine Entsorgung in der Toilette ratsam?
Ein gebrauchtes Verhüterli über die Toilettenspülung zu entsorgen scheint eine schnelle und komfortable Lösung zu sein. Jedoch besteht in diesem Fall ein hohes Risiko für eine Rohrverstopfung. Um den kostenintensiven Eingriff durch eine professionelle Rohrreinigungsfirma zu vermeiden, gilt es, das Präservativ inklusive Verpackung in dem Restmüll zu entsorgen. Selbst wenn das Kondom die hauseigenen Leitungen ungehindert passiert, ist eine Verstopfung an anderen Stellen nicht ausgeschlossen. Dies kann zu Problemen bei der örtlichen Kläranlage führen.
Lassen sich biologisch abbaubare Kondome in der Natur entsorgen?
Die Entsorgung in freier Wildbahn gilt es zum Schutz von Kindern und Tieren in jedem Fall zu unterlassen. Kinder könnten das Präventivmittel zum Spielen aufsammeln und sich im Anschluss mit gefährlichen Krankheiten infizieren. Zudem besteht die Gefahr, dass Tiere den Gummischutz fressen und qualvoll ersticken.
Kann ich das Kondom in den Küchenabfallzerkleinerer werfen?
Nein. Unabhängig davon, dass die Maschine das Verhütungsmittel in Einzelteile zerlegt, führt dies auf lange Sicht zu einer Verstopfung der Rohre. Diese Gerätschaft ist ausschließlich zum Zerkleinern von Küchenabfällen und Speiseresten geeignet.
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