Sie gehört zu unserem Alltag: Die Mülltrennung. Weil wir Deutschen unseren Müll so vorbildlich trennen, sind die Recyclingquoten bei uns die höchsten in ganz Europa. Im Jahr 2017 wurden 67,6 % der Siedlungsabfälle einer Wiederverwertung zugeführt. Somit entlasten wir die Umwelt und leisten einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Damit unsere Abfälle recycelt werden können, müssen sie richtig sortiert sein. Hier erfahren Sie alles zur richtigen Mülltrennung!

Gründe für die Mülltrennung

Den Müll zu trennen, ist nicht selbstverständlich. Wahrscheinlich ist Ihnen im Urlaub schon einmal aufgefallen, dass nicht überall der Müll getrennt wird. Oftmals kommen einfach alle Abfälle zusammen in eine Tonne. Meist werden die Abfälle im Anschluss in einem Verbrennungskraftwerk verbrannt. Dabei gehen jedoch wichtige Rohstoffe verloren. Anstatt sie zu verbrennen, können viele Inhaltsstoffe von Abfall wiederverwendet werden. 

Damit die Wiederverwertung effizient und ressourcenschonend ablaufen kann, werden Abfälle getrennt. 

In Deutschland können Privatpersonen ihren Müll in vier verschiedene Fraktionen trennen:

Das Mülltrennsystem für Privathaushalte ist darauf angelegt, dass es möglichst einheitlich ist und flächendeckend eingesetzt werden kann. Daher ähneln sich die Trennsystem in den Kommunen sehr. Zwar gibt es regional Unterschiede, z. B. in der Farbe der Tonne, jedoch sind die Stoffe, welche in den jeweiligen Tonnen entsorgt werden können, meist ähnlich.

Im Gegensatz zur Entsorgung von Abfällen aus Privathaushalten brauchen Gewerbebetriebe, insbesondere im industriellen Sektor, spezialisierte Lösungen. Diese sind oftmals ganz auf den jeweiligen Betrieb zugeschnitten. 

Müll richtig trennen

Um seine Abfälle in die richtige Tonne zu befördern, hilft es, die Beschreibung zu kennen. Zwar gibt es teilweise Unterschiede zwischen den kommunalen Entsorgern. Jedoch können Sie sich für die einzelnen Tonnen typische Vertreter und typische Ausnahmen merken. Wenn eine Tonne falsch befüllt wird, hat das mehrere Auswirkungen. Die unmittelbarste ist sicherlich, dass der Entsorger eine Gebühr für eine Sonderentsorgung verlangt. Sie zahlen also drauf, wenn Sie eine Mülltonne falsch befüllen.

Diese Gebühr begründet sich daher, dass es für den Entsorger einen höheren Aufwand bedeutet, falsch eingeworfenen Abfälle zu entsorgen. Die Sammlung erfolgt auf der Annahme, dass der anfallende Abfall eine bestimmte Struktur hat. Wenn sich nun andere Abfälle dabei befinden, kann die Sortieranlage womöglich nicht korrekt arbeiten. Der Abfall muss vorsortiert werden. Dies geschieht entweder durch Personal oder wiederum automatisiert. In jedem Fall ist der Aufwand sowohl finanziell als auch energetisch höher. 

In extremen Fällen kann eine falsch befüllte Mülltonne dazu führen, dass die Sortieranlage gestört wird und der gesamte Recyclingprozess verzögert wird. 

Was gehört in die einzelnen Tonnen?

Um den Müll richtig zu trennen, ist es unerlässlich, zu wissen, was in den einzelnen Mülltonnen entsorgt werden darf. Ganz besonders wichtig ist es zudem, Sonderfälle zu beachten, die oft nicht immer sofort ersichtlich sind. Im folgenden Abschnitt bieten wir Ihnen einen groben Überblick. Genauere Informationen bekommen Sie in unserem Artikel "Was gehört in welche Tonne?".

Gelbe Tonne

In die gelbe Tonne kommt Verpackungsmüll sowie Verbundstoffe. In Berlin ist die gelbe Tonne als Wertstofftonne gestaltet. Das bedeutet, dass auch andere Produkte aus Metall und Plastik, wie bspw. Töpfe oder Spielzeug, in der Wertstofftonne entsorgt werden dürfen. 

Blaue Tonne

Die Papiertonne ist Papier, Pappe und Kartonagen vorbehalten. Besonders wichtiges Kriterium ist hierbei die Recyclingfähigkeit - Hygienepapiere und beschichtetes Papier gehören nicht in die blaue Tonne.

Biotonne

In die braune Tonne gehören Bioabfälle. Dies sind allgemein gesprochen alle Abfälle, die bei der Essenszubereitung anfallen. Dazu gehören Schalen, Strünke etc., die als Verschnitt anfallen. Auch Essensreste sowie Gartenabfälle dürfen in die Biotonne. 

Restmüll

In die Restmülltonne darf grob gesagt alles, was keinen Platz in den anderen Abfallbehältern hat. Wegen des besonders hohen Aufwands bei der Entsorgung von Restmüll fallen für die schwarze Tonne die meisten Gebühren an. Allein um diese zu begrenzen, lohnt sich die Mülltrennung!

Glas

Für Glas gibt es keine eigene Tonne im Hinterhof - dennoch sollte Glas getrennt werden. Überall in der Stadt finden Sie Sammelbehälter für das Glasrecycling. Der nächste ist weniger als 500 Meter von Ihrem Zuhause entfernt! Die “Glasiglus” nehmen Verpackungsgläser aller Art auf. 

Sonderfälle bei der Mülltrennung

Es gibt einige Produkte, die nicht in die üblichen Abfallbehälter gehören: Batterien und Glühbirnen bzw. Energiesparlampen. Diese Produkte beinhalten eine Vielzahl an wiederverwendbaren Rohstoffen. Wegen Ihrer kompakten Maße besteht bei der konventionellen Sammlung in der Tonne jedoch die Gefahr, dass die Rohstoffe ungenutzt verloren gehen. Deshalb gibt es sowohl für Batterien als auch für Leuchtmittel spezialisierte Rücknahmesysteme. Näheres erfahren Sie in unseren Artikeln zum Thema Batterien entsorgen bzw. Glühbirnen entsorgen.

Zusammenfassung: Richtige Mülltrennung

Um Ihren Müll richtig zu trennen, müssen Sie nur mit dem Gedanken der Wiederverwendung vertraut sein. Aus diesem Konzept ergeben sich viele Schlüsse, die beim Mülltrennen hilfreich sind. Darüber hinaus helfen Hinweise auf den einzelnen Mülltonnen bei fraglichen Entscheidungen. 

Wenn Sie Ihren Müll richtig trennen, leisten Sie einen Beitrag zum Umweltschutz. Durch das Recycling und den durch korrekte Mülltrennung reduzierten Energieaufwand verringert sich der Ressourcenaufwand für unser tägliches Leben.

Weitere Fragen

Haben Sie noch Fragen zur korrekten Mülltrennung? Unser Serviceteam steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Sie erreichen uns unter:

  • Telefon (030) 60 97 20 0 (montags bis freitags in der Zeit von 08:00 bis 18:00 Uhr)
  • Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Fax (030) 60 97 20 10

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