Grasnarbe entsorgenAls Grasnarbe bezeichnet man die obere Erdschicht, welche durch Wurzeln von Rasen durchsetzt ist. Diese fallen etwa bei der Umgestaltung des Gartens an. Grasnarbe ist jedoch nicht ganz einfach zu entsorgen. Wie die korrekte Entsorgung aussieht, erfahren Sie hier!

Grasnarbe in Berlin entsorgen

Die Entsorgung von Grasnarbe ist nicht ganz einfach. Denn die Grassoden sind kein sortenreiner Abfall. Grasnarbe fällt wegen der Wurzeln sowie den Grashalmen nicht in die Kategorie Boden und Steine. Weil die Grassoden Erdanhaftungen haben, sind sie jedoch auch nicht als Grünschnitt zu entsorgen.

Die einfachste Art der Entsorgung ist die Biotonne. Die Grassoden können einfach kompostiert werden und sind deshalb problemlos mit anderen Bioabfällen zu entsorgen. Sobald größere Mengen anfallen, ist die Tonne jedoch nicht mehr ausreichend.

In diesem Fall können Sie die Grasnarbe beim nächstgelegenen Wertstoffhof anliefern. Die Kollegen der BSR nehmen Gartenabfälle in Laubsäcken entgegen. Dabei belaufen sich die Kosten auf 4 € pro Sack, zudem besteht ein Limit von fünf Säcken pro Lieferung. 

Eine Alternative zur Entsorgung großer Mengen ist ein Container für Gartenabfälle. In diesem Container können organische Abfälle aus dem Garten entsorgt werden. Neben Grassoden können Sie dann auch z. B. auch Baumstubben und Grünschnitt entsorgen.

Rechtliche Aspekte

Grasnarbe ist wegen des Baugesetzes gesondert zu behandeln. Paragraf 202 dieses Gesetzes bestimmt, dass Mutterboden vor “Vergeudung zu schützen” ist.[1] Deshalb darf Grasnarbe nicht als Bodenaushub, der deponiert wird, entsorgt werden.

Alternative zur Entsorgung

Grasnarbe ist zu 100 % kompostierbar, schließlich besteht sie aus Erde und Gras inkl. Wurzeln. Sie müssen daher keine teure Entsorgung beauftragen, wenn sie Grassoden entsorgen möchten. 

Haben Sie einen Komposthaufen, können Sie die Grasnarbe einfach selbst kompostieren. Zerkleinern sie die Grasnarbe in etwa 10 x 10 cm große Stücke. Die dabei anfallende Erde können Sie direkt wieder auf dem Beet verteilen. Es handelt sich dabei um Mutterboden, der viele wichtige Nährstoffe enthält. Darüber hinaus leben in dieser Erdschicht viele kleine Bodenlebewesen. 

Die Wurzel und Grashalme zerfallen beim Kompostieren zu Humus. Der Kompost kann in der nächsten Gartensaison als fruchtbarer Boden genutzt werden.

Recycling der Grasnarbe

Die Graswurzeln mit der anhaftenden Muttererde werden in Kompostieranlagen verarbeitet. Somit ist der wertvolle Mutterboden nicht verloren, sondern kommt als Dünger oder Blumenerde wieder im Garten zum Einsatz. 

Weitere Fragen zur Entsorgung von Grassoden

Haben Sie noch Fragen zur korrekten Entsorgung der Grasnarbe? Unsere Experten helfen Ihnen gern weiter! So nehmen Sie Kontakt zu uns auf:

  • telefonisch: (030) 60 97 20 0 (montags bis freitags in der Zeit von 08:00 bis 18:00 Uhr)
  • Für Anfragen nutzen Sie bitte unsere Kontaktseite
  • per Fax: (030) 60 97 20 10

Quellen

1. https://dejure.org/gesetze/BauGB/202.html

Bildnachweis

Grasnarbe im Frühling: © bevisphoto - stock.adobe.com