Halit-KristallEs ist keine alltägliche Sache, dennoch steht man manchmal vor dem Problem, Natrium entsorgen zu müssen. Bei dieser Chemikalie ist höchste Vorsicht geboten, denn sie ist sehr reaktionsfreudig. Was Sie über Natrium wissen müssen und es richtig entsorgt wird, erfahren Sie hier.

Natrium in Berlin entsorgen

Wer regelmäßig Natrium entsorgen muss, ist mit den Bestimmungen zur Entsorgung von Chemikalien vertraut. Die meisten Privatpersonen werden nicht in die Situation kommen, reines Natrium entsorgen zu müssen. Es ist dennoch nicht unmöglich, bspw. bei der Wohnungsauflösung eines Hobbychemikers eine Flasche Natrium zu finden.

Natrium ist eines der häufigsten Elemente auf der Erde. Das Metall macht etwa 2,5 % der Erdkruste aus. [1] Weil Natrium sehr schnell reagiert, kommt es in der Natur nicht in Reinform vor. Stattdessen ist Natrium in Salzen gebunden. Die bekannteste Natriumverbindung ist wahrscheinlich Natriumchlorid, auch bekannt als Kochsalz. 

Reines Natrium geht sehr schnell eine exotherme Reaktion ein. Dabei entstehen hohe Temperaturen. Es besteht deshalb Brand- und Explosionsgefahr! Reines Natrium deshalb wird meist in schlecht reagierenden Substanzen aufbewahrt (z. B. Paraffinöl). Wenn Sie einen Behälter mit reinem Natrium finden, öffnen Sie ihn nicht. Natrium kann mitunter an der Luft reagieren. Setzen Sie sich mit Fachleuten in Verbindung. Gut verschlossene Behälter können an einem der Berliner Recyclinghöfe mit Schadstoffsammelstelle abgegeben werden. Behandeln Sie den Behälter die ganze Zeit über vorsichtig.

Reaktionen von Natrium

Natrium wird gern verwendet, um Experimente im Chemie-Unterricht durchzuführen. Wenn Natrium Wasser in Berührung kommt, entsteht eine erstaunliche Reaktion. Bereits kleine Mengen Natrium reagieren schnell: Es entstehen leicht entzündliche Gase, die mit einer roten Flamme verbrennen. Man spricht von einer stark exothermen Reaktion. Dabei spaltet sich der Wasserstoff vom Sauerstoff ab. Der Sauerstoff bildet zusammen mit dem Natrium Ätznatron.

Um diese Reaktion, die gefährlich werden kann, zu verhindern, wird in Laboren und Schulen zunächst eine Desaktivierung vorgenommen. Die Reste werden in Ethanol aufgelöst und damit gewissermaßen verdünnt. Dabei entstehen sogenannte Alkoholate. Diese Lösungen sind ungefährlich. Die Reaktion mit dem Ethanol muss jedoch unter ständiger Aufsicht erfolgen, da auch hier Flammenbildung möglich ist. Versuchen Sie auf keinen Fall, eine solche Lösung selbst herzustellen. Die Reaktion der Stoffe ist unberechenbar und sollte deshalb von Fachleuten durchgeführt werden.

Weitere Fragen

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Quellen:

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Natrium

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