LeuchtstoffröhreWenn beim Betätigen des Schalters nicht mehr das vertraute Flackern den Büroraum erhellt, hat die Leuchtstoffröhre ihren Dienst eingestellt. Weil in diesen Leuchtmitteln verschiedene gefährliche Stoffe enthalten sind, sollten Sie jedoch nicht sorglos mit den kaputten Neonröhren umgehen. Wir zeigen Ihnen, wie und wo Sie Leuchtstoffröhren richtig entsorgen können.  

Leuchtstoffröhren in Berlin entsorgen  

Leuchtstoffröhren werden oftmals als Neonröhre bezeichnet, obwohl die beiden Begriffe unterschiedliche Technologien bezeichnen. Während Neonröhren im engeren Sinn tatsächlich Neon enthalten und vorwiegend in Leuchtreklamen eingesetzt werden, bezeichnet man mit Leuchtstoffröhren die weißlich leuchtenden Röhren in Deckenlampen.

Leuchtstoff- und Neonröhren können über das Lightcycle-System der Entsorgung zugeführt werden. Dieses Projekt arbeitet ähnlich wie das Rücknahmesystem für Batterien: Es werden Sammelstellen geschaffen, bei denen alte Neonröhren und andere Leuchtmittel abgegeben werden können. Die Sammelstellen sorgen dann für eine fachgerechte Entsorgung der alten Leuchtstofflampen und kümmern sich um die enthaltenen Schadstoffe. Für größere Mengen gibt es spezielle Großsammelstellen. Wo Sie Ihre alten Leuchtstoffröhren in Ihrer Nähe abgeben können, erfahren Sie hier.

Die Berliner Recyclinghöfe nehmen alte Neon- und Leuchtstoffröhren ebenfalls entgegen. Bei Abgabe in haushaltsüblichen Mengen entstehen dafür keine Gebühren. Die Recyclinghöfe führen die kaputten Leuchtstofflampen ebenfalls dem Lightcycle-System zu. Sie finden den Standort des nächsten Wertstoffhofs auf den Seiten der BSR.

In Leuchtstoff- und Neonröhren enthaltene Schadstoffe  

Die Leuchtwirkung wird bei Leuchtstoffröhren durch aufgeladene Gase erzeugt. Je nach Art und Mischung dieser Gase ist es möglich, unterschiedliche Leuchtfarben zu erzeugen. In vielen Leuchtstoffröhren im Büro und Haushalt befindet sich Quecksilber in der Gasmischung. Dieser Stoff ist hochgradig gefährlich für Mensch und Umwelt. Damit das Quecksilber nicht unkontrolliert entweicht, sollten kaputte Leuchtstoffröhren keinesfalls im Hausmüll entsorgt werden! Energiesparlampen sind den Leuchtstoffröhren in ihrer Funktionsweise ähnlich und enthalten ebenfalls Quecksilber. Aus diesem Grund dürfen Leuchtstoffröhren ab 2020 in der Europäischen Union nicht mehr verkauft werden.

In den Leuchtstofflampen enthaltene Rohstoffe  

In Leuchtstoffröhren sind unter anderem Kupfer und andere Metalle enthalten. Diese lassen sich aus dem Abfall absondern und können wieder eingeschmolzen werden. Die verschiedenen Kunststoffe der Lampe, etwa in der Fassung, werden zu Granulat verarbeitet. Das Glas aus den Leuchtkörpern wird ebenfalls eingeschmolzen und kann zu neuen gläsernen Bauteilen verarbeitet werden. Da das Recycling von Leuchtstoffröhren von Lightcycle durchgeführt wird, finden die gewonnenen Materialien überwiegend wieder Anwendung in der Lampenproduktion.

Weitere Fragen zur Entsorgung von Leuchtstoffröhren  

Für weitere Fragen steht Ihnen unser Serviceteam zur Verfügung. Sie erreichen uns auf folgenden Wegen:

  • telefonisch: (030) 60 97 20 0 (montags bis freitags in der Zeit von 08:00 bis 18:00 Uhr)
  • per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • per Fax: (030) 60 97 20 10

 

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