Sogenannte „grüne“ Startups sind neu gegründete Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell auf einer Idee der Nachhaltigkeit und Umweltschonung aufbauen. Sie machen allein in Deutschland mehr als 25 % aller Neugründungen aus. In ganz Europa entstehen auf diesem Sektor über 100.000 Unternehmen! (Quelle: Green Startup Monitor 2018) Solche Größenordnungen kann niemand mehr übersehen, grüne Startups rücken folglich immer stärker in den öffentlichen Fokus. Wir stellen Ihnen zehn nachhaltige Unternehmen vor, die den grauen Alltag bunter und ökologischer machen.

Grüner Wohnen: Diese Startups sorgen für mehr Nachhaltigkeit in den eigenen vier Wänden

Grün Wohnen – das heißt nicht nur, eine Vielzahl an Pflanzen in den eigenen vier Wänden zu haben. Die folgenden Startup‘s zeigen, wie Sie zuhause Wasser und Energie sparen, weniger Abfälle produzieren und am Ende auch noch Geld sparen:

Hydrophil bringt nachhaltige Produkte in Ihr Badezimmer

Hydrophil-Produkte für das BadezimmerIm Haushalt sammelt sich jede Menge Plastikmüll an, allen voran: das Badezimmer. Denn egal, ob Zahnbürste, Zahnpasta, Duschgels, Seifen oder Wattestäbchen – die Produkte im Bad sind entweder mit einer Menge Plastik hergestellt oder darin verpackt. Der anfallende Plastikmüll und die ressourcenaufwendige Herstellung haben das Hamburger Startup Hydrophil angespornt, aktiv zu werden. Ihr Ziel: Badezimmer mit einem Vollsortiment an nachhaltigen Produkten auszustatten. Und hiermit ist das Unternehmen bereits auf dem besten Weg. Im Online-Shop finden Sie Zahnbürsten und Wattestäbchen aus Bambus; palmölfreie, biologisch abbaubare Seifen und Schwämme aus der Konjakwurzel – einer essbaren asiatischen Pflanze. Alle Hydrophil-Produkte haben eins gemeinsam: Sie wurden wasserneutral, vegan und fair hergestellt und nicht an Tieren getestet. Zusätzlich spendet das Startup zehn Prozent seines Gewinns an „Viva con Agua“. Die Wasserinitiative fördert Wasserprojekte im In- und Ausland und setzt sich für einen weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser ein. Greifen Sie demnächst auch zu einer Bambus-Zahnbürste, vermeiden Sie damit nicht nur unnötiges Plastik, sondern unterstützen damit auch eine gemeinnützige Organisation.

Mit Joulia drosseln Sie Ihren Energieverbrauch beim Duschen

Joulia DuschrinneAuch das nächste Startup hat eine nachhaltige Lösung für das Badezimmer parat. Joulia ist ein Schweizer Unternehmen, das einen hocheffizienten Wärmetauscher entwickelt hat. Und das funktioniert so:

In herkömmlichen Mischbatterien wird kaltes und warmes Wasser direkt angeschlossen. Das verbrauchte, warme Duschwasser fließt dann jedoch nach nur 2 Sekunden direkt wieder in die Kanalisation – und damit auch die Energie, die für das Erwärmen des Wassers benötigt wurde.

Hier setzt das Startup Joulia mit seinem Produkt an. In der Dusche wird eine Rinne installiert, die direkt an die Kaltwasserleitung angeschlossen ist. Fließt warmes Wasser durch die Rinne ab, kann es dank einer Wärmerückgewinnung das frische Kaltwasser bereits vorwärmen (von ca. 10°C auf ca. 25°C). Das Ergebnis: Es wird weniger neues heißes Wasser benötigt, um die gewünschte Wassertemperatur zu erreichen . Der Wärmetauscher selbst benötigt keinen Strom und funktioniert lediglich durch den Wasserdruck. Das spiegelt sich auch in Zahlen wider: Mit Joulia können Verbraucher bis zu 63 Prozent der Energie beim Duschen einsparen. Das minimiert nicht nur die Heizkosten, sondern belastet auch die Umwelt merklich weniger.

Joulia Wärmerückgewinnung
Normale Dusche ohne Wärmerückgewinnung (links), Dusche mit Joulia Inline nutzt die Wärme erneut (rechts)

 

Seit 2011 hat das Unternehmen für seine grüne Idee zur Wärmerückgewinnung zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter der „Greentec Award“, der Design Preis Schweiz und zuletzt der „Solar Impulse Efficient Solution Label“. Auch im „DFAB House“ ist Joulia zum Einsatz gekommen. Das dreigeschossige Gebäude ist das weltweit erste bewohnte Haus, dass digital geplant und mit Robotern und 3D-Druckern gebaut wurde.

Stange-Design: Möbel - nicht von Pappe, aber daraus gemacht

Ein Bett aus Pappe von StangeDas Berliner Unternehmen Stange ist eigentlich schon gar kein Startup mehr, jedoch nach wie vor geprägt von einer innovativen Leitidee. Bereits 1985 kreuzten sich die Wege von Wissenschaft und Wohnwelt. Aus einer Diplomarbeit wurde eine Geschäftsidee: Mobiliar aus Pappe. Das Prinzip ist einleuchtend. Werden Möbel aus Holz, Kunststoff, Metall oder Verbundwerkstoffen gefertigt, dann fallen Ressourcenverbrauch und CO2-Bilanz erschreckend hoch aus. Bei der Herstellung von Wellpappe bleibt die Umweltbelastung bescheiden. Mindestens so erfreulich ist die Vielseitigkeit: Ob Kommode, Regal, Tisch oder Schreibtisch, das Programm von Stange-Design bietet eine Fülle von Möbeln, die flach gefaltet geliefert werden und ohne Werkzeuge in kurzer Zeit aufgebaut werden können. Ein Klassiker ist das Pappbett, das schon 1989 vom Design Center Stuttgart in die deutsche Auswahl zum Designpreis aufgenommen wurde. Beeindruckend auch die Stabilität der Möbel: Das Pappbett hielt bei einem Belastungstest ein Gewicht von mehr als 20 Personen aus und der Papphocker MAKS hat im Stapelstauchtest eine statische Belastung von 1000 kg weggesteckt. Wenn das keine tragfähige Lösung ist!

Umzügen erweisen sich die Möbel besser gewachsen als die skandinavische Konkurrenz: Sie sind überaus transportfreundlich und platzsparend, weil sie leicht zusammengefaltet werden können. Ganz wichtig und praktisch der entscheidende Qualitätsfaktor: Die Pappe, die verwendet wird, ist keine gewöhnliche Pappe, wie man sie von Verpackungen kennt. Das Material wird präzise nach den Wünschen des Möbelherstellers angefertigt, und das basiert auf reichlich Erfahrung und Wissen. Die Produktion erfolgt im eigenen Hause, sodass die ständige Kontrolle der Qualität gewährleistet ist.

Mit dem Kiezbett beruhigt schlafen gehen

KiezbettEin weiteres grünes Startup, das ein nachhaltiges Möbelstück auf den Markt gebracht hat, ist das Berliner Unternehmen Kiezbett. Nicht aus Pappe -wie bei Stange – und dennoch umweltbewusst: Das Kiezbett aus Berlin ist ein hochwertiges, designtechnisch ansprechendes Vollholzbett. Das verarbeitete Holz stammt aus lokalen Wäldern im Umland von Berlin, die schonend bewirtschaftet werden. Alle Akteure, die bei der Fertigung beteiligt sind, sind ökologisch und sozial zertifiziert. Oberstes Gebot: Nachhaltiges Abholzen. So wird zum Beispiel während der Vogelbrutzeit kein Holz geschlagen. Die geschlagenen Stämme werden größtenteils sogar mit Pferden aus dem Wald gerückt. Für jedes verkaufte Kiezbett pflanzt das Startup gemeinsam mit Berliner Schulklassen zwischen vier und zehn junge Bäume nach.

Kiezbett-VerpackungAber nicht nur bei der Herstellung zeigt sich das Kiezbett von seiner grünen Seite. Gemeinsam mit dem finnischen Verpackungsdesigner Repack hat das Unternehmen wiederverwendbare Versandtaschen entwickelt, in denen die Betten für die Lieferung verpackt werden. Große Kartons, Unmengen an Styropor und jede Menge Plastik? Nicht, wenn Sie ein Kiezbett bestellen. Als wären nachhaltige, fair und regional hergestellte Betten und eine wiederverwendbare Verpackung nicht schon ökologisch genug, setzt das Kiezbett noch ein weiteres Highlight obendrauf. Denn bei Bestellungen in Berlin werden die Kiezbetten lärm- und emissionsfrei mit einem Lastenrad zum Käufer transportiert.

3 grüne Startup-Ideen für weniger (Verpackungs-) Müll

Nicht nur das Kiezbett setzt mit seinen wiederverwendbaren Versandtaschen auf nachhaltige Verpackungen. Um weniger Müll zu produzieren, haben auch die nächsten Startup‘s innovative, grüne Ideen und Produkte auf den Markt gebracht:

„RECUP“ - Mehrweg-Kaffeebecher mit Pfandsystem

RECUP-Kaffee-BecherJährlich werden in Deutschland 2,8 Milliarden Kaffeebecher verbraucht. Ein gigantischer Müllberg von 40.000 Tonnen. Das hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) errechnet. Grund genug, sich Gedanken zu machen, wie diese ungeheure Menge an Müll reduziert werden kann – ohne gleich mit der liebgewordenen Gewohnheit zu brechen, auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit rasch noch unterwegs beim Bäcker nebenan einen Kaffee mitzunehmen. Das Team der Münchner reCup GmbH rund um die Gründer und Geschäftsführer Fabian Eckert und Florian Pachaly hat deshalb eine Alternative entwickelt: Ein Pfandsystem für Kaffeebecher. Für eine Pfandgebühr von einem Euro können Kaffeeliebhaber in jedem teilnehmenden Café einen Mehrwegbecher erhalten.

Rabatte für umweltbewusste Kaffeetrinker

Wohin der Weg dann auch führt: Der Becher kann später jederzeit in einem Partner-Café wieder aufgefüllt oder zurückgegeben werden. Der Kaffeeliebhaber erhält sein Geld zurück, reCup oder das angeschlossene Partnerunternehmen (Café, Bäcker oder Imbiss) übernehmen die Reinigung und bringen den Pfandbecher in den Wirtschaftskreislauf zurück. Die Idee breitet sich gerade aus und zahlreiche angeschlossene Coffeeshops und Bäcker bieten ihren Kunden sogar noch einen Rabatt auf den Kaffee, wenn diese ihre wiederverwendbaren Kaffeebecher selbst mitbringen. Welche RECUP-Partner es in Ihrer Nähe gibt, können Sie auf der RECUP-Webseite einsehen – und damit den Kaffee mit Pfandsystem einfach im Alltag integrieren und genießen.

HALM – Die Alternative zum Plastikstrohhalm

Glasstrohhalme von HALM40 Milliarden Plastikstrohhalme landen allein in Deutschland jährlich im Müll –eine immense Menge. Das hat nicht nur die Europäische Union erkannt und den Verkauf von Plastik-Wegwerfprodukten ab 2021 verboten. Das Startup HALM hat Strohhalmen aus Plastik bereits seit 2015 den Kampf angesagt.

Ganz nach dem Motto „Less waste, more taste“ haben Hannah Cheney und Sebastian Müller – die Gründer von HALM – an einer nachhaltigen Alternative getüftelt. Auslöser war ein gemeinsamer Urlaub der beiden. Bei einem Strandspaziergang an einem Traumstrand in Thailand entdeckten Hannah und Sebastian immer wieder Plastikstrohhalme entlang des Strandes. Sie organisierten kurzerhand ein Beach Clean-Up und sammelten innerhalb von zwei Stunden fünfundzwanzig 150-Liter Säcke voller Plastikmüll ein, allen voran die umweltschädlichen Plastikstrohhalme. Das brachte die beiden zum Umdenken. Das Ergebnis ist der von den Gründern auf den Markt gebrachte HALM-Strohhalm, der aus stabilem und spülmaschinenfestem Glas besteht und damit immer wieder verwendbar ist.

Die geschmacksneutralen und hygienischen Strohhalme sind mittlerweile in über 1500 Gastronomie-Betrieben zu finden und werden zu 100% in Deutschland produziert. Aber auch private Verbraucher können sich mit einem HALM- Set ausstatten. Im Online-Shop des Startups finden Sie für die Alternative aus Glas auch die passenden Reinigungsbürsten.

 

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„Bio-Lutions“ - (Öko-)Logisch: Verpackungen werden kompostierbar

Bio-Lutions VerpackungDas grüne Startup Bio-Lutions wurde bereits 2017 mit dem deutschen Verpackungspreis und einem Innovationspreis („Bio-based Material of the Year“) prämiert. Ausgezeichnet! Aber worum handelt es sich? Auch bei diesem Produkt steckt die Erklärung, wie dem bestehenden Problem zu Leibe gerückt wird, bereits im Namen: Eine biologische Lösung eben. Styroporschälchen und Plastikfolien sind beides hartnäckige und zähe Umweltfeinde bei der Zersetzung, und bei der energetischen Verwertung, d.h. Verbrennung, entstehen giftige Gase, die neue Probleme schaffen. Mit der Tatsache, dass Verpackungsmüll aus Kunststoff zu einem immer größeren Umweltproblem wird, wollten sich die beiden Hamburger Gründer Eduardo Gordillo und Stefan Dircks partout nicht abfinden. Sie entwickelten eine Verpackung (etwa für Tomaten) u.a. aus Tomatenpflanzen. Bei dem Verfahren werden Pflanzenreste wie Bananenstämme, Tomatenpflanzen, Reis- und Weizenstroh oder Ananassträucher erst getrocknet, dann zu Mikro- und Nanofasern zerkleinert. Schließlich bildet sich unter Zugabe von Wasser ein selbstbindender Faserbrei, der sich ohne chemische Bindemittel in verschiedene Formen pressen lässt.

Großes Interesse in Asien

Bio-Lutions ist mit seinem Produkt erst seit 2018 auf dem Markt. Dennoch bestehen schon Niederlassungen in Indien, China, Hong Kong und Thailand, demnächst vielleicht auch in Australien. Müllprobleme gibt es eben überall. Gerade in den Emerging Markets wächst deshalb das Interesse an biologisch abbaubarem Einweggeschirr oder Verpackungen für Lebensmittel. Unter Förderung durch die Deutsche Entwicklungs- und Investitionsgesellschaft mbH (DEG) errichtete Bio-Lutions eine Pilotanlage zur Produktion der Bioverpackungen im indischen Bangalore. Bis jetzt hat Bio-Lutions neben der Basisversion für Trockengüter noch zwei Verpackungsvarianten entwickelt: Eine durch Lebensmittelzusatzstoffe öl- und wasserbeständige Variante und eine mit Bio-Kunststofffolie für solche Waren, die unbedingt wasserdicht verpackt werden müssen.

„Rethink-Resource“ - Wiederverwertung für Industrieabfälle

Bier aus Brot von Damn Good FoodsNoch anspruchsvoller ist das Schweizer Startup Rethink Resource. Es möchte gern für ganz banale Abfälle aus der Industrie, seien es Stanzteile, Papierverschnitt oder sogar Brotreste, einen Wirtschaftskreislauf in Europa entwickeln. Das Prinzip ist einfach, wenn der Blickwinkel geändert wird, aus dem die Dinge betrachtet werden. Plötzlich erkennt man Sekundärrohstoffe an Stelle von überflüssigen Resten, Müll oder Unrat. Denn Müll ist das, was dort ist, wo es nicht hingehört. Heißt: An anderer Stelle kann der gleiche Gegenstand plötzlich Sinn und Zweck bekommen.

Angebote und Bedürfnisse auf einen Nenner bringen

Das grüne Startup Rethink Resource sieht sich dabei als Beratungsunternehmen: Die Schweizer kooperieren mit der Abfallwirtschaft, identifizieren den Nutzen von Nebenprodukten und kümmern sich um alternative Bezugs- und Absatzkanäle. Dafür, dass Unternehmen bewusster und nachhaltiger mit den von ihnen verwendeten Materialien verfahren, sprechen neben der Kostenreduzierung auch der sparsamere Umgang mit den Ressourcen und der viel geringere Anfall von Müll.

Daneben arbeitet Rethink Resource bereits an einer ganz neuen Plattform, die branchenübergreifend produzierende und verarbeitende Unternehmen zusammenbringt, um Sekundärrohstoffe zu handeln. Das Portal richtet sich vor allem an die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Es soll jedoch nach und nach auf weitere Wirtschaftszweige ausgedehnt werden.

Grüne Produkte für den mobilen Berliner

„Sunny Bag“ - Umhängetasche voller Energie

SunnyBag erzeugt SolarstromDie SunnyBag wendet sich mit der Idee einedirekt an den Endverbraucher, der mobil und dort unterwegs ist, wo nicht unbedingt immer die passende Steckdose (z.B. zum Aufladen des Mobiltelefons) zur Verfügung steht. SunnyBag erzeugt modische Umhängetaschen, wie sie heute viele Menschen ohnehin bei sich tragen. Die Taschen haben es aber in sich oder vielmehr: an sich. Der Pfiff: Ein SunnyBag verfügt an der äußeren Seite über elastische und wasserfeste Solarpaneele. Über diese wird, sogar bei Regenwetter, ein mitgelieferter Hochleistungs-Akku aufgeladen. Der Akku besitzt zwei USB-Ausgänge. Über diese Ausgänge können nicht bloß Mobiltelefone, sondern auch mp3-Player, Tablets oder Navigationsgeräte aufgeladen werden – mit dem frisch produzierten Naturstrom, versteht sich.

Kooperation mit Helfern zählt zur Unternehmensphilosophie

Das im österreichischen Graz angesiedelte Unternehmen löst auf diese Weise so nicht nur das Alltagsproblem des leeren Handy-Akkus, sondern kann im Einsatz in Krisengebieten sogar zum Lebensretter werden. Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen zählen seit Beginn zu den Kooperationspartnern von SunnyBag. Durch den Einsatz in Krisenregionen können so die Funktionen der Taschen unter Extrembedingungen getestet werden. Mit Hilfsorganisationen zu kooperieren, zählt für das 2010 gegründete Unternehmen, das seither eine Reihe von Prototypen entwickelt hat, zur Unternehmensphilosophie. Nicht nur in unwirtlichen Gebirgsregionen, auch in Gegenden, die bis heute ohne Stromnetz auskommen müssen (beispielsweise in manchen afrikanischen Gebieten) sorgt SunnyBag für die Möglichkeit, etwa Laptops oder Defibrillatoren fernab der Zivilisation zu laden.

Mit dem Bambusrad durch die Stadt

BambusfahrradStabil und trotzdem leicht, außergewöhnlich und individuell und obendrauf noch umweltfreundlich: Ein Bambusfahrrad überzeugt in vielerlei Hinsicht. Die Idee der „Gras-Esel“ ist aber keine neue. Das erste Bambusfahrrad der Welt wurde bereits 1894 in London vorgestellt. Heute gibt es bereits eine Vielzahl an Herstellern, die die nachhaltigen Räder herstellen. Das Besondere: Jedes Fahrrad wird individuell nach den Wünschen der Kunden zusammengebaut – in Handarbeit! Ein Anbieter ist das Kieler Unternehmen my Boo, das seine Räder in mittlerweile über 100 Fachgeschäften europaweit verkauft. Für die Herstellung arbeitet das Unternehmen zusammen mit Partnern in Ghana. Dort wird der Bambus gewonnen und die Rohre in aufwendiger Handarbeit miteinander verbunden und perfektioniert. Durch den Verkauf der Bambusfahrräder finanziert und betreibt my Boo zudem eine eigene Schule in Ghana – und bietet somit Zugang zu guter Bildung in ländlichen Regionen. Die Bambusfahrräder sind also nicht nur bei uns, sondern auch in den Produktionsstandorten eine nachhaltige, faire Lösung.

Fazit:

Na, ein Aha-Erlebnis gehabt? Eigentlich sind die hier exemplarisch präsentierten Ideen ebenso großartig und genial – wie einfach und naheliegend. Und es sind ja bloß zehn von ungeheuer vielen Produktinnovationen, die für Nachhaltigkeit und eine bessere, lebenswertere Umwelt stehen. Gute Einfälle, die teils wir als Verbraucher und Käufer direkt umsetzen können, teilweise aber auch die Produzenten und die Industrie herausfordern. Jeder weiß, wir sind heutzutage in einem nie dagewesenen Ausmaß mobil – warum sind wir es nicht auch im Denken? Vielleicht ist das ein oder andere grüne Startup auch für Ihren Alltag geeignet. Sie kennen bereits eines der genannten nachhaltigen Unternehmen? Dann freuen wir uns über Ihr Feedback. Oder wissen Sie über ein weiteres grünes Startup, das mehr Bekanntheit erlangen sollte? Dann schreiben Sie uns einen Kommentar unter diesem Beitrag – wir freuen uns auf Ihr Echo!

Bildnachweise

© Vorschau- und Headerbild: Photographee.eu / stock.adobe.com

© Hydrophil Badezimmer-Equipment: wasserneutral GmbH / hydrophil.com

© Joulia Duschrinne und Visualisierung: Joulia AG / joulia.com

© Bett aus Pappe: Stange Design GmbH / stange-design.de

© Kiezbett: Julia Kneuse / kiezbett.com

© Kiezbett/ Repack-Verpackung: Joris van Velzen/ kiezbett.com

© RECUP-Kaffee-Becher: reCup GmbH / recup.de

© HALM-Strohhalm: HALM Trading UG / halm.co

© Verpackung aus Tomaten: BIO-LUTIONS International AG / bio-lutions.com

© Bier aus Brot: Damn Good Food & Beverages AG / breadbeer.ch

© SunnyBag: SunnyBAG GmbH / sunnybag.at

© my Boo Fahrrad: my Boo GmbH / my-boo.de